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Schützen trotzen Blitz und Donner

(bk) Die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaften Königswinter von 1547 und 1604 hatten die Altstadt an gleich vier Tagen vollkommen unter Beschlag genommen. Ein überaus umfassendes Festprogramm füllte den Freitag, den Samstag, den Sonntag und den Montag. Am Abend des ersten Festtages traten die Schützen zum Fackelzug durch die Altstadt an. Nach dem Großen Zapfenstreich im Park Bachem klang der Abend auf “rheinische Art” im Festzelt aus.

Das Schießen auf den Königsvogel und der damit verbundene Schießwettbewerb um die Königswürde stellten am Folgetag den Höhepunkt der Festtage dar. Nach dem Abholen der Ehrengäste und der Einsegnung des Schießstands durch Präses Pfarrer Markus Hoitz, begann das Schießen. Nachdem die Pfänder, Kopf, Flügel und Schweif, erlegt waren, ging es mit den Rümpfen endgültig um den goldenen Schuss und die damit verbundene Königswürde. Bedingt durch ein aufziehendes Gewitter musste das Schießen zwischenzeitlich eingestellt werden. Am Ende war bei den Junggesellen der 2. Brudermeister Kai Kittelmann erfolgreich. Zu seiner Königin erwählte er sich Alexandra, nur “Alex” genannt, Fibich. Bei den Männern dauerte das Schießen etwas länger. Dann stand aber auch hier der neue König fest. Kirchenfährich Roland Krumscheid wird als Schützenkönig für die kommenden zwei Jahre gemeinsam mit seiner Partnerin Marion Kock, die Männerbruderschaft repräsentieren. Mit deutlicher Verspätung wurden die neuen Majestäten am Abend den Schützenfestbesuchern vor dem Haus Bachem vorgestellt.

Nach der traditionellen Parade formierte sich ein langer Festzug durch die Altstadt, an dem auch zahlreiche Gastbruderschaften aus den Nachbarorten teilnahmen. Die Krönung beim anschließenden Ball im Festzelt nahm Präses Pfarrer Markus Hoitz vor. Dies nicht ohne den scheidenden Majestäten, Dennis Ried und Deborah Kirchrath von den Junggesellen und Walter und Ute Faßbender von der Männerbruderschaft für ihren Einsatz und ihr Engagement in der nun endenden zweijährigen Königszeit zu danken. Beide Könige stellten im Anschluss an die Krönung ihre Königsschilder vor und überreichten sie ihren Nachfolgern. Die Schilder werden jetzt von den amtierenden Majestäten neben den Königsketten für die Dauer ihrer Regentschaft als Einzelschilder getragen und werden dann 2027 ihren Weg an die Königsketten finden. Am Sonntag wurden die Schützen bereits in aller Frühe durch den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Altstadt geweckt. Es ging zum Festhochamt in die Pfarrkirche St. Remigius. Der große Festumzug zog durch die Straßen der Altstadt. Nach den Schießwettkämpfen für Gast- und Ortsvereine und dem Abendappell endete der Tag in geselliger Runde im Festzelt. Der letzte Tag wurde geprägt durch ein Amt für die Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen beider Bruderschaften, einem Fahnenschwenken für die Kindergärten und dem traditionellen Schwenkzug, bevor man im Festzelt nochmals das Glas auf die gelungenen Schützentage erhob.

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