(bk) 13 Tandems aus Lehrkräften und Tanzkünstlern und -künstlerinnen wurden ausgewählt und werden in einem einjährigen Fortbildungsprogramm zu Fachleuten für “Tanz in Schule” qualifiziert. Fester Bestandteil der Fortbildung sind Tanzprojekte die in hiesigen Schulen von den multiprofessionellen Tandems durchgeführt werden. Die Ergebnisse fließen abschließend im Sommer 2026 in öffentliche Aufführungen im Kurhaus Bad Honnef. Bad Honnef setzt damit ein weiteres starkes kulturpädagogisches Zeichen. Nach über einem Jahrzehnt erfolgreiche Arbeit von “Bad Honnef tanzt” wird die Stadt nun zum ersten Standort des neuen Landesprogramms des Bundesverbands “Aktion Tanz e.V. – Tanz in Bildung und Gesellschaft”. Das innovative Fortbildungsformat wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und die Kulturstiftung der Länder und verknüpft Tanzkunst und Schule langfristig und nachhaltig miteinander. Der Pilot ist auf drei Jahre angelegt: Nach der Modellregion Bad Honnef wird das Programm in einer zweiten Phase dezentral auf andere Städte in NRW übertragen. Tandem Tanz ist eine Initiative von “Aktion Tanz” und wird gemeinsam von den Choreografinnen und Tanzvermittlerinnen Sonia Franken und Anna-Lu Masch geleitet. Über ein Schuljahr hinweg arbeiten Tanzkünstlerinnen und Lehrkräfte als Tandem zusammen: Gemeinsam entwickeln sie neue kreative Unterrichtskonzepte, lernen mit- und voneinander und führen ein Praxisprojekt mit Schülern und Schülerinnen vor Ort durch. “Tandem Tanz versteht Schule als Ort der Begegnung und Kooperation. Lehrkräfte, pädagogisches Personal und Tanzkünstlerinnen arbeiten gleichberechtigt zusammen. So entsteht kulturelle Schulentwicklung die produktiv auf gesellschaftlichen Wandel reagiert.” sagt Co-Projektleiterin Sonia Franken. Ziel ist es, Tanz als festen Bestandteil des Schulalltags zu verankern – als kreatives Lernfeld, das Teamarbeit, Ausdruck, kulturelle Bildung und Persönlichkeitsentwicklung stärkt. Im Mittelpunkt der Fortbildung steht vor allem das gemeinsame Erproben von partizipativen Ansätzen, Tanzimprovisation sowie choreografisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Die Formate der Tanzprojekte und Aufführungen werden individuell entwickelt und auf die Bedürfnisse der Tandems, der Schulen sowie Schülern und Schülerinnen angepasst. Die Fortbildung kombiniert Theorie, Praxis und Reflexion. Das 30-stündige Praxisprojekt in der Schule garantiert den direkten Praxistransfer. “Wir hatten tolle Bewerbungen von Schulen aus Bad Honnef und Region, besonders schön war zu sehen, wie viele NRW-Künstler und Künstlerinnen sich trotz Anfahrtswegen für die Fortbildung und Arbeit in Bad Honnef beworben haben.”, so Co-Projektleiterin Anna-Lu Masch. In Bad Honnef wurden schlussendlich unter Anderen die Löwenburgschule, die Martinus Grundschule, das Siebengebirgsgymnasium, der Hagerhof, die Theodor Heinz Grundschule Aegidienberg sowie die Gesamtschule Oberpleis ausgewählt.
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