(bk) Bad Honnef. Rund 830 begeisterte Fans im DragonDome erlebten einen wahren Overtime-Krimi. Am Ende triumphierte Rhöndorf mit 105:97 über die BSW Sixers. Als Dusan Ilic sieben Sekunden vor Schluss per Freiwürfe auf 87:84 stellte, schien das Ding zugunsten von Rhöndorf entschieden. Doch Toby Okwuokei hatte etwas dagegen, drückte jenseits der Dreierlinie ab und traf mit der Schlusssirene – Verlängerung. Die Dragons erwischten in die fünf Extraminuten einen Start nach Maß. Dusan Ilic klinkte den Ball halb im Liegen und halb im Fallen ein, wurde dabei gefoult und brachte auch den fälligen Freiwurf unter. Jorge Mejias erhöhte mit einem weiteren Drei-Punkte-Spiel auf 93:87. Es sollte die Vorentscheidung sein, denn Sandersdorf kam nicht mehr näher als auf drei Punkte heran. Auch weil die Dragons an der Freiwurflinie cool blieben und alle acht Versuche sicher verwandelten. Rückblende: Die Hausherren starteten furios in die Begegnung. Juhwan Harris-Dyson machte mit einem künstlerisch wertvollen Korbleger sowie einem mächtigen Alley-oop-Dunk zum 19:8 klar, dass er an diesem Abend Besonderes vorhatte. Am Ende glänzte der US-Amerikaner mit einem blitzsauberen Double-Double. Die knapp zehn Punkte Differenz hatten bis 15. Minute bestand, dann packten die Sixers in der Defensive konsequenter zu und verkürzten den Rückstand bis zur Pause auf vier Zähler. Sandersdorf blieb auch nach dem Seitenwechsel am Drücker, brach zeitweise den offensiven Rhythmus der Gastgeber und übernahm in 28. Minute die Führung. In der kritischen Phase trumpften Sandersdorfs Toby Okwuokei, der mit 36 Punkten alle überragte, sowie Robert Holmes groß auf. Dann ergriff Juhwan Harris-Dyson die Initiative, baute förmlich eine defensive Wand auf, landete fünf eminent wichtige Steals, sicherte 11 Rebounds und half Rhöndorf zurück in die Erfolgsspur. Es war dem erneut starken Kenan Reinhart per Dreier vorbehalten die Dragons zum Ende des dritten Viertels wieder nach vorne zu bringen. Im letzten Spielabschnitt übernahm Jorge Mejias. Lobend erwähnt werden müssen noch Benjamin Sadikovic, der mit zwölf Rebounds die Bretter sauber hielt und Duje Dujmovic, der zu überzeugen wusste. Unter dem Strich war es jedoch ein Erfolg des gesamten Teams, dass keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass es den Sieg unbedingt wollte. “Noch wichtiger als der Sieg heute war, dass wir es wieder geschafft haben unsere Identität aufs Parkett zu bringen und somit die richtige Antwort aufs Spiel gegen Essen zugeben”, so Head-Coach Max Becker, ” Nach einem guten Start haben uns auch einige Schwächephasen nicht aus dem Konzept gebracht, wir konnten den Druck handeln und haben immer wieder zu unserem Spiel gefunden. In der Overtime haben wir uns dann das Momentum zurückerarbeitet und konnten diese Energieleistung mit einem Sieg krönen.”
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