(bk) Bevor das Stadtsoldatencorps Bad Honnef am 14. November mit dem Uniformappell offiziell in die neue Karnevalssession startet, lud das Corps zum traditionellen Orden- und Ehrentag ein. In diesem Jahr fand die Feier an einem Ort statt, der bei vielen Mitgliedern besondere Erinnerungen weckte – im ehemaligen Stammquartier des Spielmannszuges, dem Vierkotten. Seit dem Abschied der langjährigen Wirtsleute Petra und Jürgen “Eschi” Eschbach ist die Traditionsgaststätte geschlossen. Für diesen besonderen Abend öffnete sie jedoch ein letztes Mal ihre Türen. Und passender hätte es kaum sein können. Petra und Eschi standen selbst noch einmal hinter dem Tresen und sorgten für das vertraute Vierkotten-Gefühl, das den Abend von Beginn an prägte. Die Veranstaltung bot eine gelungene Mischung aus Nostalgie, Geselligkeit und Dankbarkeit. Der Vierkotten war bis auf den letzten Platz gefüllt, als verdiente Mitglieder des Corps für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet wurden. Für musikalische Unterhaltung sorgte unter anderem Stella Batzella, die beim 1. Bad Honnefer Kleinkunstpreis den dritten Platz errungen hatte und mit ihrer Darbietung das Publikum begeisterte.


Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Ordens in Gold des “Bund Deutscher Karneval” an Spielmann Bernd Wessel – eine der höchsten Ehrungen im organisierten Karneval. Zur feierlichen Übergabe reiste eigens der Vorsitzende des Festausschusses Siebengebirge, Fritz Pracht, nach Bad Honnef. In der bewegenden Laudatio wurde Wessels für nahezu ein halbes Jahrhundert Vereinsleben gewürdigt, ganze 47 Jahre, die bis heute geprägt sind von Musik, Kameradschaft und Leidenschaft. Seit 1978 spielt er im Spielmannszug mit seiner Lyra, die zu seinem Markenzeichen geworden ist. Ob als stellvertretender Stabführer oder Zeugwart, Wessel hat stets mit angepackt – besonders beim Umbau des Übungsraums im alten Pförderhäuschen, den er mit handwerklichem Geschick und viel Herzblut mitgestaltete. “Seine Leidenschaft gilt der Musik, sein Gehör für Klang und Rhythmus hat den unverwechselbaren Stil unseres Spielmannszuges entscheidend mitgeprägt”, hieß es in der Laudatio. Der Name Wessel steht in Bad Honnef längst für eine kleine Spielmannszug-Dynastie – mit Bruder, Stiefsohn, Neffe und Schwester gleich mehrere Generationen umfassend. Neben den Ehrungen durfte sich der Spielmannszug auch über neue Instrumente freuen: Eine neue Lyra für Spielmann Maurice Meindorf, großzügig vom ehemaligen Siebengebirgsprinzenpaar Andreas I. und Bettina I. mitfinanziert, sowie eine neue Trommel für Tambour Maximilian Rohr bereichern künftig den Klangkörper des Corps. Mit Blick auf den bevorstehenden Sessionsauftakt zeigte sich Corpsführer Norbert Grünenwald voller Vorfreude: “Nun freuen wir uns mit unserem Uniformappell, einer großen Party zum Sessionsstart am 14.11., stimmungsvoll in die Session zu starten.” Karten für den Uniformappell sind im Vorverkauf erhältlich, außerdem wird es auch eine Abendkasse geben. Für einen stimmungsvollen Abend sorgen die Klüngelköpp, DJ Jürgen Zimmermann, die Koppelelfen aus Rheinbreitbach sowie die Rheingarde Bad Honnef.