StartLokalesKönigswinterEin Nachbarschaftstreff für die Altstadt

Ein Nachbarschaftstreff für die Altstadt

Einige Bewohner der Altstadt von Königswinter haben am 1. August 2025 einen Verein gegründet, der sich für eine lebendige und lebenswerte Altstadt einsetzen und etwas gegen den allgegenwärtigen Leerstand in der Altstadt tun will. Der Name des Vereins ist Programm: LidA – Leben in der Altstadt e.V.

Der Verein hat bereits ein leerstehendes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert gekauft: die ehemalige Wäscherei in der Hauptstraße 373. Die vorigen Besitzer hatten schon eine Abrissgenehmigung beantragt und bekommen – und dann das Haus jahrelang leerstehen lassen. Ziel des Vereins ist es nun, das Haus instand zu setzen und einen Ort der Begegnung zu schaffen – für Kinder, Jugendliche, Familien, Seniorinnen und Senioren.

Aus dem Haus mit einem großen, überdachten Innenhof soll ein Treffpunkt für die Nachbarschaft werden – eine Art Bürgerhaus, wo man basteln, singen, musizieren oder sich einfach treffen kann. Der Innenhof soll barrierefrei gestaltet werden, mit Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Als Überdachung soll eine große Photovoltaikanlage dienen. “Ich möchte mit LidA alte Bausubstanz retten und einer neuen Nutzung zuführen”, sagt der Vorsitzende des Vereins, Werner Völker. Zusammen lassen sich “Dinge auf die Beine stellen, die man alleine so nicht verwirklichen kann”, fügt er hinzu.

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Die Mitglieder des Vorstands: vorne Johannes Daniel und Andreas Faigle, hinten Werner Völker, Irene Eichhorn-Schrage, Silvia Kann-Hähn. Inna Zavgorodnya und Ruth Klevinghaus

“Mich hat die Initiative und das Projekt LidA sofort angesprochen, weil ich es sehr wichtig finde, dass Orte geschaffen werden, wo Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft zusammenkommen und wo Gemeinschaft gelebt werden kann”, bekräftigt Silvia Kann-Hähn, die auch zum Vorstand des Vereins gehört. Auch Irene Eichhorn-Schrage engagiert sich im LidA e.V.: In einem Nachbarschaftstreff “können generationsübergreifend Erinnerungen, Wissen und Erfahrungen geteilt werden”, erklärt sie.

Renoviert wird möglichst denkmalgerecht mit traditionellen Materialien wie Holz und Lehm – und erst einmal in Eigenleistung. Die Vereinsmitglieder hoffen aber auch, dass die ortsansässigen Handwerker und aktiven Mitbürger das Projekt in der Hauptstraße 373 unterstützen.

Darüber hinaus will der Verein weitere Maßnahmen zur Aktivierung und Reaktivierung von Wohnraum in der Altstadt von Königswinter initiieren und fördern. Wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen!

Mehr über den Verein erfährt man unter lida-koenigswinter.de

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