(bk) Anlässlich der Generalversammlung zum Patronatsfest der Bruderschaft konnten die beiden Brudermeister Walter Faßbender und Paul Ried eine Spende von 1500 Euro an den Ökumenischen Hospizdienst Königswinter übergeben. Dieser segensreich wirkende Verein war zum Sozialprojekt der Bruderschaft für das Jahr 2025 erklärt worden. Kassenwart Ingo Alda und Beisitzerin Anette Mauer vom Hospizverein bedankten sich für die nach ihren Worten “außerordentliche Summe”. Der Verein beabsichtigt, dieses Geld in 2026 für die Weiterbildung von Sterbebegleitern und -begleiterinnen zu Trauerbegleitern zu verwenden. Der Verein bietet neben der Sterbebegleitung zu Hause auch individuelle Trauerbegleitung an. Im Gegensatz zur Sterbebegleitung wird die Trauerbegleitung nicht von den Krankenkassen gefördert und wird deshalb mit Spenden finanziert. Neben den üblichen Regularien ist die Generalversammlung auch das traditionelle Forum für die Ehrung langjähriger Mitglieder. So konnten in diesem Jahr Gerti Gabelt und Peter Giesen für 50 Jahre und Claus Menden für 25 Jahre Treue zur Bruderschaft mit der goldenen bzw. silbernen Vereinsnadel geehrt werden. Erfreulich ist auch der Zulauf, den die Bruderschaft im vergangenen Jahr zu verzeichnen hatte. Insgesamt konnten 13 neue Mitglieder in die Bruderschaft aufgenommen werden.

Diese erhielten von den beiden Brudermeistern ihre Vereinsabzeichen. Ernennungsurkunde und Funktionsabzeichen erhielten vier neue Bruderratsmitglieder: Frank Dohr, Anno Klant, Manfred Lehn und Peter Wirtz. Ein weiterer wichtiger Punkt waren die Neuwahlen für diverse Ämter und Funktionen vor dem Hintergrund der im vergangenen Jahr beschlossenen Änderung der Satzung sowie der Geschäftsordnung der Bruderschaft. Bis auf die beiden Brudermeister, die für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt sind, waren die Inhaber aller anderen Vorstandsposten bislang auf Lebenszeit gewählt. Künftig wird es einen Vorstand nach klassischem Muster mit Vorsitzenden, hier die Brudermeister, Schriftführern, Kassierern und Beisitzern geben. Daneben wurde das Korps der Chargierten aus der Taufe gehoben. Hier finden sich dann neben den Brudermeistern auch die bisherigen tradierten Vorstandsämter, d. h. Präses, Schützenkönig, Offiziere, Fähnriche und Adjutanten wieder. Während im Vorstand künftig die laufenden Geschäfte der Bruderschaft wahrgenommen werden, sollen sich die Chargierten auf bestimmte Einzelaufgaben konzentrieren, wie z. B. Repräsentation der Bruderschaft nach außen, Abstimmung und Organisation der bruderschaftlichen Belange der kirchlichen Feste und Termine wie Fronleichnam, Bruderschafts- und Patronatsmessen, die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Festen in Abstimmung mit dem Vorstand sowie die Betreuung der Ehrengäste bei Veranstaltungen. In Vorstandsfunktionen wurden gewählt: Michael Schlösser zum 2. Kassierer, Markus Klein zum 1. Schriftführer, Martin Klant zum 2. Schriftführer. Roland Krumscheid wird als Beisitzer künftig die Interessen der Chargierten im Vorstand vertreten. Zur Beisitzerin der Hofdamen wurde Michaela Wohlgemuth gewählt. Als Chargierte wurden gewählt: Ulrich Berres zum Oberst sowie Martin Klant, Ralf Behr, Michael Schlösser und Daniel Kirchrath als Offiziere bzw. Schwenkfähnriche. Berres löst als Oberst Klaus Zinke ab, der nach mehr als 50 Jahren ununterbrochener Vorstandstätigkeit, 10 Jahre im Vorstand der Junggesellenbruderschaft und 43 Jahre bei der Männer-Bruderschaft, von einer weiteren Kandidatur abgesehen hat. Der großen Schützenfamilie wird er allerdings noch einige Jahre als Verbandsfunktionär erhalten bleiben: als stellvertretender Diözesanbundesmeister im Diözesanvorstand Köln und als Mitglied des Präsidiums, neben dem Bundesvorstand das höchste Gremium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Einstimmig hat sich die Versammlung für die Durchführung eines Schützenfestes im Jahr 2027 gemeinsam mit der St. Sebastianus-Junggesellen-Schützenbruderschaft Königswinter 1604 ausgesprochen. Begonnen hatte der Tag traditionell mit einem Festhochamt in der Pfarrkirche St. Remigius, zu dem sich in diesem Jahr hoher Besuch eingestellt hatte: Weihbischof Ansgar Puff zelebrierte den Gottesdienst im Rahmen seiner Visitation zusammen mit dem Präses der Bruderschaft, dem leitenden Pfarrer Markus Hoitz.