Zur 31. Kölschen Mess hatte das Festkomitee Bad Honnefer Karneval die zwölf Mitgliedsvereine und alle Karnevalisten in die Kirche St. Johann Baptist eingeladen.
Seit der Begründung der Kölschen Mess vor über 30 Jahren durch Pfarrer Dr. Herbert Breuer gehört dieser Gottesdienst in rheinischer Mundart zur festen Tradition in der Karnevalssession.
Lange vor Beginn der Messe füllte sich die Kirche mit hunderten bunt kostümierten Jecken, Eltern mit Kindern, Alten und Jungen. Denn alle waren herzlich eingeladen.
Mit drei Paukenschlägen ging es pünktlich los und die Karnevalsgesellschaften zogen ein. Voran das Tambourcorps TV Eiche mit der Melodie “Kölsche Mädcher, kölsche Jonge sin dem Härjott jot gelonge”. Dann folgte der große Einzug der offiziellen Karnevalsgesellschaften. Zur Freude aller wurden viele Mariechen von ihren Tanzoffizieren auf der Schulter getragen und schwebten lächelnd durch das gotische Gewölbe. Die begeisterten Zuschauer sangen und klatschten mit zur Musik einer zweiten Kapelle, der Orgelmusik und zur Blasmusik.
Dann zogen Pfarrer Markus Hoitz und Diakon Franz Gunkel und die Messdienerinnen mit würdigen Schritten zum Altar, wo schon rundum ganz viele Tanzgruppen und Standarten standen. Nun konnte der Pfarrer erstmals als Zelebrant in der Honnefer Kölschen Mess seine frommen und froh gelaunten “Schäfchen” begrüßen. In seiner Predigt, die er als “Dollendorfer Jung” fast ganz in rheinischer Mundart hielt, deutete er das Evangelium und bereicherte seine Erklärungen mit einigen treffenden Witzen. Die Fürbitten, die von den Prinzenpaaren vorgetragen wurden, nahmen die Notlagen der Menschen in den Blick und baten Gott um Hilfe. Viele bekannte Karnevalslieder steigerten die fromme und zugleich frohe Stimmung der Besucher. Zum Schluss intonierte die Kapelle “Jung, dat häs do jot jemach” und der Pastor und der Diakon erhielten zum Dank die Orden der Gesellschaften.
Nun lud der Festkomiteepräsident vor dem großen Auszug alle zum Biwak vor der Kirche ein. Eine Besucherin sprach im Sinne vieler: “Nä, wat wor dat widder schön! Ich han Hätzping vör Freud!”
U. Voll