StartLokalesBad HonnefInklusionsmobil zu Besuch in Aegidienberg

Inklusionsmobil zu Besuch in Aegidienberg

Am 4. Februar bekamen zwei 4. Klassen der Theodor-Weinz-Schule die Chance, bei einem besonderen Sportunterricht dabei zu sein. Denn das Inklusionsmobil des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) machte Halt in Aegidienberg. Dabei konnten die rund 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 4b und 4c nicht nur Para-Olympionike Marcel Meinert (Eishockey) hautnah kennenlernen. Vielmehr durften sie sich in der Turnhalle selbst an einzelnen Stationen ausprobieren und Erfahrungen rund um den Sport von Menschen mit Behinderung sammeln.

“Das war wirklich eine tolle Erfahrung, das hat Spaß gemacht”, freute sich Schülerin Anna nach den rund 90 Minuten, bei denen am Ende Rollstuhlbasketball auf dem Programm stand. Und auch Jannik, selbst aktiver Basketballer in der Schulmannschaft, gestand: “Aus dem Sitzen den Korb zu treffen, ist echt nicht so leicht. Man kann ja nicht springen und auch nicht so einfach bremsen.” Zuvor gab es für die Mädels und Jungs ein paar technische Schulungen sowie einen sogenannten “Blinden-Parcours” mit wechselnden Hindernissen zum direkten Nacherleben von Sehbeeinträchtigung. “Das war schon witzig – durch diese Brille hat man einfach gar nichts mehr gesehen, musste ganz vorsichtig fühlen und sich auf seinen Assistenten verlassen”, freute sich Raphael und ergänzte: “Da sieht man echt mal, wie es manchen Menschen geht.” Über diese Aussagen freut sich auch Carmen Probst, Schulleiterin der Theodor-Weinz-Schule: “Im Schulalltag ist Inklusion selbstverständlich. Dies heißt nicht, alle gleich zu machen – sondern vielmehr allen gerecht zu werden. Das ist herausfordernd, aber das ist es wert.”

Genau derlei Erfahrungen und Erkenntnisse hat sich die gemeinsame Initiative des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), REWE und der Aktion Mensch auf die Fahne geschrieben. Deshalb tourt das Projekt seit Anfang 2025 durch ganz Deutschland und möchte mit dem Besuch bei Schulen, Vereinen oder Veranstaltungen dazu beitragen, Para-Sport bekannter zu machen und sportliche Teilhabe für alle zu fördern. “Wir wollen zeigen, dass alle Menschen gemeinsam miteinander Sport machen können – ob mit Beeinträchtigungen oder ohne. Am wichtigsten ist es einfach offen dafür zu sein”, erklärte Josina Anraad, Projektassistentin des “Inklusionsmobils”.

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