(bk) Oberpleis. Am Abend des 8. März traf die HSG Siebengebirge III in der Sporthalle Königswinter auf die HSG Sieg II – ein Spiel, das sportlich wie emotional viel Brisanz versprach. Das Hinspiel verlor man nur denkbar knapp und unglücklich mit 29:30. Entsprechend hoch war die Motivation der Mannschaft von HSG-Trainer Lindner, diese offene Rechnung zu begleichen. Beide Mannschaften starteten ordentlich in die Partie, doch schon früh entwickelte sich ein Spiel voller Schwankungen. Bis zum 7:7 blieb alles offen, ehe die Gäste den ersten Akzent setzten: Ein 3-Tore-Lauf zum 7:10 aus Sicht der Gastgeber brachte die HSG kurzzeitig aus dem Rhythmus. Zwar gelang es immer wieder, zu verkürzen, aber technische Fehler und unpräzise Abschlüsse sorgten dafür, dass HSG Sieg II sich beim 10:12 und später beim 14:16 erneut absetzen konnte. Zur Pause lag die Dritte Herrenmannschaft der Grün-Blauen folgerichtig mit 15:17 hinten – ein Rückstand, der angesichts der eigenen Fehler durchaus vermeidbar war. Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft jedoch ein völlig anderes Gesicht. Mit mehr Tempo, verbesserten Abläufen und wachsender Überzeugung startete die HSG direkt mit 2 schnellen Toren zum 17:17. Die HSG Siebengebirge blieb weiter am Drücker, setzte sich über 20:18 und 22:19 weiter ab und legte wenig später zum 24:20 nach – die bis dahin deutlichste Führung des Abends. Doch das Spiel blieb umkämpft und damit unberechenbar. Ungenaue Anspiele, Unkonzentriertheiten und mehrere technische Fehler ermöglichten der Reserve der HSG Sieg ein schnelles Comeback. In nur vier Minuten gelang den Gästen ein 4-Tore-Lauf zum 24:24, der die Partie wieder völlig öffnete. Die Gastgeber mussten sich neu sortieren, nahmen eine Auszeit und fanden anschließend Schritt für Schritt zurück in ihren Rhythmus. Mit wachsender Entschlossenheit und angefeuert unter anderem von Spielern der Verbandsliga- und Oberliga-Herrenmannschaften holte sich die HSG die Kontrolle über das enorm wichtige Spiel zurück. Treffer brachten erneut ein kleines Polster: über 27:26, 29:28 und 31:28 setzte sich die Mannschaft wieder ab und spielte den verdienten 33:30-Erfolg konzentriert zu Ende. HSG-Trainer Achim Lindner brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: “Das war ein hochverdienter und wichtiger Sieg. Bei besserer Chancenverwertung wäre er sogar höher ausgefallen. Die unnötige Spannung nach dem 24:20 kam durch technische Fehler zustande. Insgesamt aber war es ein starkes Spiel und der hervorragende Support der 1. und 2. Herren von der Tribüne hat am Ende die letzten Prozente zum Sieg beigetragen.” Es spielten und trafen für die HSG: Winterscheid, Schwan (beide Tor); Steinhauer (9), Witkowski (8), Thiemann (4/4), Klein (3), Wijbenga (3), Tiffe (3), Ahlhorn (1), Reckers (1), Schuster (1), Rey, Weber, Reifer und Kopp.
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