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Besondere Ehrungen der Chormitglieder

(bk) Thomasberg. Auf ein bewegtes Chorjahr schaute der Kirchenchor St. Joseph im Rahmen seiner Jahresmitgliederversammlung zurück. Der langjährige Chorleiter Edgar Zens hatte aus Gesundheitsgründen die Leitung an den Uthweiler Werner Krämer abgegeben und fungiert seitdem als ständiger musikalischer Begleiter. Der Chor konnte drei Neuzugänge gewinnen und zählt nun 43 aktive Mitglieder, die im vergangenen Jahr vielfältige Auftritte absolvierten. Chorleiter Werner Krämer gab einen kurzen Ausblick auf die Pläne für das kommende Jahr. Zunächst wird der Chor in der Osternacht am Samstag, 4. April, um 21 Uhr in St. Joseph singen; auch am Weißen Sonntag werden einige Chormitglieder den Gemeindegesang unterstützen. Zum zehnjährigen Bestehen der Evensong-Reihe in der Heisterbacherrotter Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Judas Thaddäus werden die Thomasberger Sängerinnen und Sänger einen Evensong am Freitag, 8. Mai, gestalten. Neben mehreren Messgestaltungen sind auch wieder ein Singen im GFO-Zentrum am Oelberg (Konstantia-Haus) und ein Auftritt beim Lichterfest in Oberpleis geplant. “Vielleicht singen wir auch mal in Hangelar, wo unsere Neuen, Bettina Süllhöfer-Hardung sowie Meike und Uwe Hardung, herkommen”, stellte Krämer in Aussicht.

Im geselligen Rahmen der Jahresmitgliederversammlung wurde Anneliese Otzipka, die schon seit 75 Jahren in einem Chor singt, mit einer Ehrung überrascht. Sogar der Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und Markus Bosbach, Präsident des Allgemeinen Cäcilienverbands für Deutschland, hatten Glückwünsche geschickt. 1951 wurde Anneliese Minten für den Strücher Gesangverein angeworben. Denn der fungierte in der Notkirche im Saal Wicharz als Kirchenchor und plante, Franz Schuberts “Deutsche Messe” zu singen, benötigte dazu aber dringend weitere Sänger und Sängerinnen. Als einige junge Männer versprachen, die 17-Jährige nach der Probe heimzubringen, gab die Mutter ihre Erlaubnis und Anneliese sang fortan mit Begeisterung in der Chorgemeinschaft. 1964 gründete sie den Kirchenchor an der neuen Pfarrkirche mit und begeisterte auch ihren Ehemann Ernst für den Chorgesang. Neben dem Chorgesang engagierte sie sich auch unermüdlich, etwa als Küsterin und im Andheri-Arbeitskreis, in der Pfarrei. Bis heute erscheint die jetzt 92-Jährige mit “ungebrochener Chorleidenschaft und großem Engagement”, wie die Chorvorsitzende Ellen Barhoff betonte, regelmäßig zu den Proben sowie Auftritten und bereichert mit ihrer klaren Stimme den Alt. Gerne erinnert sie sich an frühere Unternehmungen und Auftritte, wie die Aufführung des “Messias”, Chorausflüge oder die beiden Reisen in die Partnerstadt Cleethorpes, wo der Kirchenchor auch auftrat. Ihr Sehvermögen hat inzwischen stark nachgelassen; doch glücklicherweise kann sie sich auf ihr gutes Gedächtnis verlassen: Einmal einstudierte Messen und Gesänge singt sie auswendig; neue Lieder schaut sie sich zuhause mit einer Leselupe an und singt sie dann ebenfalls auswendig. Der Chor dankte ihr für ihre Treue und ihr Engagement mit einem Ständchen.

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