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Erinnern, verstehen, Zukunft gestalten

(bk) Der Kulturverein „Nicht Davor Nicht Dahinter – Kultur & Kunst Königswinter e. V.“ hatte zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen, die sich mit der Geschichte Ruandas, der Erinnerung an den Genozid von 1994 und den Fragen von Verantwortung, Versöhnung und generationsübergreifender Erinnerung auseinandersetzte. Den Auftakt bildete bereits der Vortrag „Hundert Tage, die Generationen prägen – Ruanda und die Erinnerung an den Genozid“. Nun folgte eine Lesung aus dem preisgekrönten Roman „Jacaranda“ des jungen französischen Autors Gaël Faye. Die deutsche Übersetzerin Brigitte Große las aus dem Werk und eröffnete den Zuhörerinnen und Zuhörern einen literarischen Zugang zu den Nachwirkungen des Völkermords in Ruanda. Der Roman, der mit dem Prix Renaudot sowie dem Choix Goncourt de l’Allemagne ausgezeichnet wurde, erzählt die Geschichte des jungen Milan, der sich auf die Suche nach den Wurzeln seiner Familie begibt und dabei den Spuren einer Vergangenheit folgt, die bis in die Gegenwart reicht. Mit großer sprachlicher Sensibilität verbindet „Jacaranda“ persönliche Schicksale mit den Themen Erinnerung, Identität, Dialog und Versöhnung. Sinn dieser Lesung war, Geschichte nicht nur als Rückblick zu verstehen, sondern als Auftrag für Gegenwart und Zukunft – und sie bot Raum für Begegnung, Austausch und Erinnern.

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